Das sind (Wetter-)Nachrichten, die keiner hören will

Donnerstag, 3. Dezember 2009 0 Meinungen / Meinung schreiben
Nachdem zuletzt eine leichte Entspannung in der Hochwassersituation eingetreten ist, warnt Met Eireann heute vor erneuten sehr heftigen Niederschlägen am Wochenende. Ich geh jetzt mal eine Tauchpumpe kaufen und hoffe auf das Beste ...

VERY HEAVY rainfall is expected this weekend, which may bring renewed flooding to water-logged areas.

Met Éireann predicts 20mm to 40mm of rain could fall in some parts over Saturday and Sunday.

The coming weekend is “ominous”, and the south, west and midlands would probably see heavy rain, Vincent O’Shea of Met Éireann said yesterday. These levels “shouldn’t occur widely”, Met Éireann added.

Some 40mm of rainfall would represent two-thirds of the total rainfall for Cork last December.

It could bring renewed flooding in some locations on Saturday and Sunday. While such amounts of rain are not excessive on their own, they will fall on top of wet ground, Mr O’Shea said.

Today will see some showers and there will be up to 10mm of rain tomorrow. Rain is expected to ease later tomorrow or after dark. Drier weather would help floods to subside but it would take a week or two without rain to really dry things out, he said.

Looking 10 days ahead, there was “no sign of any settled weather in the offing”, he said.

November was one of the wettest months ever recorded in Ireland.

Quelle: www.irishtimes.com

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Irland ist doch bei der WM!!!

Mittwoch, 2. Dezember 2009 0 Meinungen / Meinung schreiben
Naja nicht wirklich, aber zumindest wurden die Boys in Green heute bei der Generalprobe zur Auslosung mal kurz genannt. Ein gelungener Scherz der auslosenden Charlize Theron, der wohl die Insel in der Seele schmerzt, aber den Rest der Welt genauso erheitert wie der vergebliche Versuch des irischen Verbandes, als 33. Teilnehmer an den Start zu gehen ...
Charlize Theron dürfte nicht der übliche "Aufputz" bei einer WM-Auslosung sein: Der südafrikanische Hollywood-Star bewies bei der Generalprobe in Kaptstadt mit einem grenzgenialen Scherz, dass es auch mit dem Fußballfachwissen stimmt. Als Theron die letzte Kugel aus der Schüssel holte, nannte sie zum kurzfristigen Entsetzen der FIFA-Verantwortlichen nicht den Namen des noch fehlenden Teilnehmers Frankreich, sondern des durch ein Handtor in der Relegation ausgeschiedenen Irland.
Quelle: www.orf.at; Foto: (c) people.com
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Kostenersparnis durch unbezahlten Urlaub?

Im Zuge der erneuten Streikdrohung des öffentlichen Dienstes für morgen, Donnerstag, und den damit einher gehenden Verhandlungen zwischen Staat und Gewerkschaften erblicken sonderbare Ideen das Licht der Welt, und gelten wenig später auch gleich als spruchreif.
So sollen ab 2010 alle Angestellten im öffentlichen Dienst (Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Lehrer usw.) 12 Tage unbezahlten Urlaub pro Jahr nehmen.
Rechnet man mit etwa 250.000 öffentlich Bediensteten, kommt da die Summe von ca. 8 Millionen Arbeitstagen zusammen. Pro Jahr, versteht sich.
Und das ist eine ganze Menge.

Die Lehrer argumentieren, dass diese 12 Tage unbezahlten Urlaubs in die Sommerferien fallen werden, und somit der Schulbetrieb nicht weiter beeinträchtigt wird.

Wie schaut das aber bei den ohnehin teilweise hoffnungslos unterbesetzten Krankenhäusern aus, oder bei der Polizei? Dort wird diese Arbeitszeit ganz einfach fehlen.

Noch weniger medizinische Versorgung, noch weniger polizeiliche Sicherheit, noch weniger Service im öffentlichen Dienst.

Eine "Lösung", die nicht funktionieren kann. Und die v i e l l e i c h t eine Kostenersparnis bringt, auf jeden Fall aber eine Verschlimmerung der ohnehin angespannten Lage in den genannten Bereichen.

Na gut, dann spielen die Iren halt doch nicht mit

Dienstag, 1. Dezember 2009 1 Meinungen / Meinung schreiben
Die FIFA hat heute in ungewohnter Deutlichkeit den irischen Bestrebungen, als 33. Team bei der WM 2010 in Südafrika teilzunehmen, eine Absage erteilt.
Und der irische Verband ist - wohl zu Recht - der weltweiten Lächerlichkeit Preis gegeben. Egal ob man nun angefragt oder beantragt oder was auch immer hat, die Peinlichkeit wird nächstes Jahr wohl eher in Erinnerung sein als Henrys Handtor, wenn das runde Leder wieder rollt

We don't need no Education - 30 Jahre "The Wall"

Montag, 30. November 2009 0 Meinungen / Meinung schreiben
Heute auf den Tag genau vor 30 Jahren erschien eines der legendärsten Alben der Musikgeschichte: Das Konzeptalbum "The Wall" von der britischen Rockgruppe Pink Floyd.

Bis heute wurden 30 Millionen Einheiten dieses Albums abgesetzt - und es ist das meistverkaufte Doppelalbum aller Zeiten.

Zur Feier des Tages weiß ich schon, was heute Abend in den CD-Player wandern wird ;-)

Wikipedia.de beschreibt den Inhalt des Konzeptalbums so (besser als ich es je könnte *g*):
The Wall erzählt die Geschichte von Pink, einem jungen Mann, der aufgrund der Überbehütung durch seine Mutter, der Abwesenheit seines im Krieg gefallenen Vaters (When the tigers broke free) und der Grausamkeit der Lehrer in der Kindheit (The Happiest Days of our Lives) eine imaginäre „Mauer“ um sich herum errichtet, die ihn vor äußeren emotionalen Einflüssen schützen soll. Nachdem er die Mauer aufgebaut hat, verzweifelt der junge Mann an seiner Existenz, weil er durch sie von sozialen Kontakten weitgehend abgeschirmt ist. Er versucht, die Mauer zu durchbrechen, unter anderem, indem er eine Prostituierte engagiert, die ihn in die Liebe einführen soll.

Unfähig die Mauer einzureißen, verabschiedet sich der Protagonist (Hauptdarsteller) von der für ihn grausamen Welt. Anstatt sich jedoch umzubringen, versucht er, die letzten verbleibenden Gefühle zu unterdrücken, wird zum Mitläufer der Gesellschaft und zu einem faschistischen Agitator.

Hey teacher - leave us kids alone ...

Irland als 33. Team nach Südafrika?

Kein Ende in Sicht ist in der Diskussion rund um das durch Henrys Handspiel verlorene entscheidende Qualifikationsmatch der irischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich.
Nun hat der irische Verband eine ganz neue Idee und bittet nun höflich statt eines Wiederholungsspieles darum, als 33. Team bei der WM zugelassen zu werden:

Irland hat den Kampf um die Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika nicht aufgegeben und will nun als 33. Mannschaft zur Endrunde im Juni zugelassen werden. Einen entsprechenden Antrag beim Fußball-Weltverband (FIFA) bestätigte FIFA-Präsident Joseph Blatter am Montag.

Die Iren, die im Play-off gegen Frankreich durch ein irreguläres Tor von Thierry Henry, der den Ball zuvor mit der Hand mitgenommen hatte, die Qualifikation verpassten, wollen auf diese Art Wiedergutmachung für ihre durch eine - nicht nur ihrer Meinung nach - krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters verpasste WM-Chance.

Höflich nachgefragt
"Ich verstehe, dass Irland über die Ereignisse nicht glücklich ist", sagte Blatter, "auch wissen sie, dass die Entscheidung des Referees endgültig ist und das Spiel gegen Frankreich nicht wiederholt werden kann. Deshalb fragten sie höflich, ob es nicht möglich wäre, als 33. Team an der WM teilzunehmen."

Die Entscheidung darüber soll bei einer Sitzung am Mittwoch in Cape Town (Südafrika) fallen, wo am Freitag auch die Gruppenauslosung für die WM-Vorrunde erfolgen wird. "Ich werde das FIFA-Exekutivkomitee über das Anliegen des irischen Verbands informieren", versprach Blatter. Die Chancen auf Zustimmung sind freilich gering.
Chancen: Null.
Peionlichkeitsstufe: Sehr hoch.
Quelle: www.orf.at

Der erste Frost

Der erste Frost in diesem Winter, zeitlich perfekt passend nach den sintflutartigen Regenfällen der nächsten Tage. Und alle Autofahrer im "Supersondervorsichtig-Modus" unterwegs, noch langsamer als notwendig. 1 Stunde 18 Minuten anstatt der üblichen 30 Minuten heute morgen zur Arbeit. Aber wenigstens sicher angekommen. Auch was wert ...
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Gone for good?

Sonntag, 29. November 2009 0 Meinungen / Meinung schreiben
Bild: (c) haveyouseenuslately.org

Der Major von Limerick wünscht es sich und fordert es, und ein nicht unerheblicher Teil der Irinnen und Iren unterstützt seinen Wunsch mehr oder minder offensiv - die Rückwanderung derer, die in den vergangenen Jahren auf diese Insel kamen, um hier zu arbeiten und Steuern zu zahlen, wird vielfach gewünscht. Und scheint sich auch zu bewahrheiten.

Mag sein, dass es nur subjektive Wahrnehmungen sind, aber mir kommt vor, dass immer mehr in diesen turbulenten Zeiten der Insel den Rücken kehren. Verfolgt man zB die Postings im Irlandforum, schreiben immer mehr davon, dass sie die Insel bereits verlassen haben oder selbiges bald tun wollen.

Ein weiteres Merkmal dafür: Im Dezember bin ich zu drei "Going-Away-Parties" eingeladen. Ein Arbeitskollege geht zurück nach Südafrika, ein ehemaliger Arbeitskollege tut es ihm gleich. Und ein Bekannter sucht sein Glück nun in seinem Heimatland Polen.

Darüber hinaus habe ich mich am Samstag des längeren mit der Centra-Verkaufskraft meines Vertrauens in Dublin unterhalten. Und auch er geht am 30. Dezember zurück in die Slowakei - in der Hoffnung, dort mit den gleichen Arbeitsstunden und dem selben Einsatz soviel zu verdienen, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten oder sogar zu verbessern.

Wie der große Prophet Prince einmal gesungen hat: "Sign O' The Times" - immer mehr kehren der Insel den Rücken. Auch die jungen Irinnen und Iren gehen wieder vermehrt auf Wanderschaft.

Ob das zu einer Entlastung der angespannten Arbeitsmarktlage hierzulande beitragen wird? Nun, wir werden sehen. Und wir sind ja noch lange hier, um die Lage vor Ort zu beobachten.

1. Advent - und uns steht das Wasser bis zum Hals ...

Irgendwie hat man gewisse Assoziationen mit dem ersten Adventsonntag: Spekulatius, die erste Kerze am Adventskranz brennt, die Rock-Christmas-CD wird nach einem Jahr wieder entstaubt und in den CD-Player eingelegt, der Duft von Weihrauch und selbstgebackenen Plätzchen breitet sich im Haus aus und es herrscht Frieden aller Orten ...

Denkste.

Der erste Adventsonntag anno 2009 heißt auch für uns wie für so viele auf dieser Insel: Ständiger Kampf gegen die Wassermassen, die von oben auf die schöne grüne Insel niederkommen. Nach einer kurzen Entspannung gestern (ja, es gibt sie noch, die Sonne) begann gestern Abend wieder der Dauerregen - und er hält unvermindert an.

Für uns heißt das, wie schon früher hier berichtet, ständiges Wasserschöpfen. Durch eine absolute Fehlkonstruktion bei der Planung des Heizkessels an unserem Haus steht der Heizraum bei starkem Regen permanent unter Wasser. Und wir schöpfen in Schichten Wasser weg, um das Übersteigen eines gewissen Pegels (und den damit verbundenen unvermeidlichen Kurzschluß im Heizungssystem) abzuwenden.

Unterbrochen nur von kurzen Tee- und Aufwärmpausen, meistens aber draußen bei gefühlten Minus 10 Grad (und tatsächlichen Plus 3). Die Chance, sich irgendwo eine Pumpe zu leihen? Fehlanzeige. Eine kaufen? Macht (noch) nicht wirklich Sinn. Und so schöpfen wir Wasser, so gut es geht. Im permanenten Wettlauf mit dem heftigen Regen und den sturzbachgleichen kleinen Wasserfällen, die sich auf dem Hang hintem Haus bereits gebildet haben.

Und uns alle vereint das Hoffen auf eine baldige Entspannung (die andernorts bereits vermeldet wird, aber von der wir hier noch nichts bemerken). Die Blessington Lakes treten aus den Ufern und überfluten die einzige Straße in Richtung Zivilisation. Wenn es so weiter geht, wird der Arbeitsweg morgen früh wohl nicht mehr machbar sein.

Vorerst aber schöpfen wir ganz einfach weiter, um wenigstens die Heizung aufrecht zu erhalten. Und haben zum Glück (noch) Elektrizität im Haus, im Gegensatz zu vielen anderen Häusern hier in der Gegend. Dann auch die ESB ist mit der Aufrechterhaltung der Stromversorgung derzeit hoffnungslos überfordert.

Eine Entspannung der Lage täte uns allen gut - vor allem am ersten Advent. Aber einen positiven Nebeneffekt gibt es - die gelebte Nachbarschaftshilfe im Irland des Jahres 2009. Unabhängig von Herkunftsland oder sozialem Status. Hier hilft man sich noch gegenseitig. Und das ist auch gut so.

Rund ums Haus haben sich Bäche gebildet, die wir einfach nicht mehr umleiten können.

Der Eingang zu unserem (spektakulär fehlgeplanten) Heizraum. Schaut jetzt nicht ganz so spektakulär aus, weil wir grade wieder das meiste weggeschöpft haben, hält uns jetzt aber schon seit geraumer Zeit ordentlich auf Trab.

Nachtrag, 2.30 pm: Die Lage spitzt sich hier immer mehr zu. Die N81 Richtung Dublin ist mittlerweile unpassierbar, selbst SUVs scheitern an den Wassermassen auf der Straße. Auch viele Nebenwege sind durch umgestürzte Bäume blockiert, es arbeiten zwar alle miteinander mit Hochdruck daran, dass wenigstens ein paar Straßen frei sind, aber derzeit noch vergebens. Wenn nicht bald der Regen aufhört, sind wir wohl in Kürze von der Umwelt abgeschnitten. Da kann man nur froh sein, dass die Vorratskammer halbwegs voll ist, weiter Wasser schöpfen und das Beste hoffen ...

Nachtrag 4.00 pm: Es hat vorläufig mal zu regnen aufgehört. Schon 30 Minuten kein Niederschlag. Und die Hoffnung, dass es vielleicht jetzt mal so bleibt. Bevor hier alles davon schwimmt. Und nebenbei die Gedanken an die, die weiter unten wohnen als wir, und die es noch viel härter trifft. Irland 2009 hat schon einige böse Überraschungen parat ...

Nachtrag 7.30 pm: Seit halb Vier kein Regen mehr, und es schaut so aus, als sei das Gröbste überstanden. Hoffen wir es zumindest. Wenn die Nacht ohne Regen auskommt, sollte es morgen früh wieder halbwegs gehen ...

Weihnachten steht vor der Tür - der Christbaum ist schon geschmückt

Freitag, 27. November 2009 0 Meinungen / Meinung schreiben
Passend zum ersten Advent-Wochenende ;-)
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